Baroque Murals

Vier Künstler. Vier Stile. Vier Motive des Barocks. Vier Wandmalereien.

Dienstag, 29. Mai 2018 — Der Antwerpener Graffitikünstler Yvon Tordoir lädt im Rahmen des Kulturfestivals „Antwerp Baroque 2018. Rubens inspires“ drei andere Künstlerkollegen im Bereich Street-Art dazu ein, große Wandgemälde – sogenannte Murals – mitten in der Stadt zu kreieren. Jeder der vier Künstler hat seinen eigenen Stil, den Tordoir mit einem bestimmten Thema, Meister oder einer Technik aus der Barockzeit verknüpfen kann. Die vier Werke sind von nun an in fußläufiger Entfernung voneinander in der Altstadt deutlich zu sehen.

Astro

Greg Astro aus Paris kreiert in seinen Arbeiten durch die subtile Verwendung von Licht und Schatten, kräftigen Farben und Tiefe eine ganz eigene Welt. So entsteht die optische Illusion eines Raumes, den es gar nicht gibt. Sein Stil gleicht der Hell-Dunkel-Malerei, die auch in der Barockzeit systematisch angewandt wurde. Aufgrund dieses Stils gehört Astro inzwischen zu den großen internationalen Street-Art-Künstlern unserer Zeit. Für das Barockfestival wird er drei Wände in der Prekersstraat gestalten und verschafft dem St. Andreasviertel mit seiner berühmten Trompe-l’œil-Technik so eine neue Dimension.

Smug

Sam Bates – besser unter dem Namen Smug bekannt – ist ein australischer Graffitikünstler und lebt und arbeitet in Glasgow. Bekannt ist er für seine gigantischen, hyperrealistischen Wandmalereien mit starken Farbkontrasten. In seinen Werken beschäftigt er sich mit ständig wiederkehrenden Themen, wie Tod und Vergänglichkeit. Charakteristische Merkmale seiner Arbeit sind der Überfluss an Formen und die heftigen Gefühlsäußerungen. Ganz im Stile des Barocks also. In der Kolverniersstraat kreiert er ein hyperrealistisches Porträt eines Mannes, der die Menschenmenge auf der Einkaufsmeile Meir betrachtet.

el Mac

Miles MacGregor aus Los Angeles arbeitet auf den ersten Blick äußerst realistisch. Bei näherer Betrachtung fällt jedoch auf, dass seine Porträts aus dicken, breiten Linien bestehen. Durch die Überlappung dieser Linien erzeugt er Volumen und Tiefe. Kennzeichnend für seine Arbeiten ist ein ausgeprägter Hell-Dunkel-Kontrast, der eine große Ähnlichkeit mit den Radierungen Rembrandts aufweist. Er ist erst seit Kurzem in Antwerpen und wird sich nun einer Mauer in der Gramayestraat widmen.

Yvon Tordoir

Yvon Tordoir aus Antwerpen befasst sich bereits seit 20 Jahren leidenschaftlich mit Buchstaben. Zwar absolvierte er das Studium der Malerei und des Grafikdesigns, doch Graffitikunst und Street-Art sind nach wie vor seine größte Leidenschaft. In seinen Werken verwendet er insbesondere kalligrafische und figurative Motive. Eine Kombination, die sich auch in den Großbuchstaben alter Texte des Barocks wiederfindet. Sein monumentales Meisterwerk am Eiermarkt bereichert die Stadt mit dem Wort „Antwerpen“, das mit den großen goldenen und auffälligen im Barockstil geschwungenen Buchstaben eine Anspielung auf die Uhr der Liebfrauenkathedrale darstellt.

Feierliche Enthüllung

Am Sonntag, den 3. Juni, werden die Baroque Murals feierlich enthüllt. Dazu sind Einwohner wie Besucher gleichermaßen herzlich in die Gramayestraat eingeladen, wo von 15 bis 18 Uhr DJ Droppa kostenlose Graffiti-Workshops mit den perfekten Beats untermalt.

Praktische information

  • Durchgehend ab den 1. Juni 2018.
Mia Prce Kommunikation Antwerpen Kunstenstad
Nadia De Vree Pressekoordination für Museen und Kulturerbe Antwerpen at Stad Antwerpen